Innerer Kompass
Innerer Frieden
Innerer Flug
Geräusche am Himmel, von Federn und Navigation.
Keine Zeit für den Schlaf,
keine Zeit für den Traum.
Und ich liege darunter,halb Mensch, halb Ohr,während die Dunkelheit den Weg nach Süden kennt
Innerer Kompass
Innerer Frieden
Innerer Flug
Geräusche am Himmel, von Federn und Navigation.
Keine Zeit für den Schlaf,
keine Zeit für den Traum.
Und ich liege darunter,halb Mensch, halb Ohr,während die Dunkelheit den Weg nach Süden kennt

Deinem Todes-Tango unterworfen, wie Feen fauliger Odem, schwebst du – ein Beutel voll Stickstoff und Verrat – auf dem Spiegel unserer Agonie.
Millionen Nesseln zermatern die Haut, sie schreiben Hieroglyphen aus flüssigem Feuer in das zuckende Fleisch. Kein Biss, kein Stich: Eine Infiltration der zellulären Ordnung.
Tyrannei des Kollektivs. Eine schwarmbewusste Krankheit.
Du bist kein Ich, du bist ein Wir, ein Staat aus hängenden Därmen und Polypen, die meine Nervenbahnen als Harfen nutzen. Blauviolette Tentakel, Meter um Meter, schlingen sich um den Verstand, bis das Blut nach Ozean schmeckt.
Die Eleganz des Glases bricht, wenn das Gift die Muskeln zu Korallen härtet. Ein schillernder Albtraum, der mich langsam in sich hineinfrisst, bis ich nur noch eine weitere Funktion in deiner lautlosen, blauen Maschinerie bin.

Ich materialisiere im Traum des Architekten,
ein Klang, gegossen
aus Glas und Beton
Ein Haus für mein Herz,
Wände tragen mein Zögern,
Fenster aus Glas –
zu klar um zu lügen
Im Flur liegt ein Echo,
noch warm von gestern,
der Beton hält stand,
doch das Glas bekommt Risse
Ich elektrisiere den Weg nach Hause,
Licht flackert in Leitungen aus Erinnerung,
und zwischen zwei Worten
zerbricht eine leise Pause
Ich greife nach Tönen –
einer schneidet,
einer splittert,
einer bleibt im Beton stecken
Und irgendwo in mir
stürzt ein Raum ein,
lautlos zuerst –
dann mit richtig Getöse
blinde fenster
fahler gast
eine öde
keine rast
zwischenlösung
zwischenraum
zwischendurch
zwischentraum

Dein Tod war angekündigt
Das Leben ging Dir aus
Der Himmel war geöffnet
und nahm Dich mit Applaus
Die Zeit Deines Lebens
ist nun mehr verronnen
Der Regen hat die Tränen
einfach weggeschwommen
Gute Reise,
Gute Wünsche,
Gute Gründe,
Zeit für Ende von Wunden,
Zeit für Übergang,
Zeit für Tropfen und Ozeane
Es ging immer nur um Dich.
Du hast es Dir bequem gemacht in meinem Herzen.
Ich habe vergessen mich zu fürchten, aber gewonnen im April.
Es ging immer nur um Deine –
Augen mit Reflexionen und Erinnerungen, aus Fürsorge gemacht.
Ich habe gelernt, was Liebe wirklich bedeutet.
Und gewonnen im April.

Es ist die Stimme,
es ist das Schloss,
es ist der Schlüssel,
der passen muss.
Es ist ein Flüstern,
es ist ein Klang,
es ist ein Lied,
das leise sang.
Es ist die Murmel,
es ist das Spiel,
es ist Marmelade,
die überfließt.
Es ist das Rote,
es ist das Licht,
es ist das Kupferne,
das zu dir spricht.
Es ist der Tropfen,
es ist der Stein,
es ist ein Kreis,
der sich gefunden.
Es ist der Atem,
es ist die Hand,
es ist das Lachen,
das nie verschwand.
Es ist die Stimme,
es ist das Schloss,
es ist der Schlüssel,
der passen muss.

Sie lacht über alle Deine Witze, wie der erste Mensch.
Ihr Gesicht ist anmutig wie Schnee auf Kirschen.
Die Stimme linde wie ein Gedicht über das Leben selbst.
Sie bringt Dich zum weinen mit einem Fingerzeig.
Ihre Augen, Kaleidoskope mit denen sie Dich durchbohrt.
Mit einem Blick aus Cellophan und Zeit.
Ihre Sonne rotiert da, wo eigentlich nichts existieren dürfte.
Wären Menschen füreinander gemacht, sie wäre mein Abendwind.
Ihre Umarmung das Endergebnis aus Liebe und Frieden.
Im Vorübergehen, ihr Duft, ein tropisches Empfinden.
Für alle Zeiten und danach gilt mein Dank, an die Frau die es nicht geben dürfte.
Ich nutze meine Verzweiflung und meine Wut
als Waffe und Schild gleichzeitig.
Nichts ist verborgen vor mir.
Alles ist geheilt und verwoben in jeder Faser.

Im Atem des Ozeans, wo Zeit zerrinnt,
Gleiten die Ama hinab, die Frauen aus Muschel und Traum,
Ihre Körper schimmern wie Perlen im Wind,
Und die Tiefe wird zu ihrem stillen Raum.
Die See atmet Nebel, Gespenster aus Licht,
Das Wasser formt Hände, streichelt Haare.
In den Schatten tanzt kein Schatten, kein Gesicht,
Nur Wellen, die flüstern, wo einst Schweigen war.
Sie tauchen ins Unbekannte, ohne einen Ton,
Ihre Augen geschlossen, der Himmel weit fort.
Im Tanz mit den Gezeiten, als wären sie schon
Teil der See, ein verschollenes Wort.
Und wenn die Dämmerung das Dunkel verschlingt,
Sind sie fort, als hätte niemand sie je gekannt,
Nur Muscheln, die ein leises Lied singen,
Verloren am Strand, wo das Meer sie empfand.

Es hat sich rumgesprochen
Die Luft hat mich zurück
Zeit für Zebra-Zeppeline
schwarz und weiß und Glück
Es hat sich angedeutet
Es hatte mich im Blick
Nun soll ich wieder landen
und das in einem Stück?
Ich komm schon nicht abhanden
auch wenn ich mir die Daumen drück‘

Der Blitz traf mich und ich war eingeschlafen.
Wer hat dieses Schiff in den Hafen gerufen? Ich werde nie wieder nach Hause kommen.
Reg Dich ab meine Liebe, Dein Körper führt Kreuzzüge wie ein König.
Wie Honig im See schmelze ich zwischen Deinen Schenkeln.
Freiheit ist ein wildes Gedicht, geschrieben von unserer Mutter.
Das hier ist Einheit. Ich bin nicht länger in mir selbst gefangen.
Die Nacht enthüllte sie, als sie aus dem Wald trat.

Du steckst mich in Sinnhaft
Wann lässt Du mich frei?
Bin bereit zu vergeben,
bin bereit zu verzeihen
Du steckst mich in Lachhaft
Warum lass ich das zu?
Du steckst mich in Wahrhaft
Wer glaubst Du zu sein?
Bin bereit zu verhandeln,
bereit mich zu vertun

Sie sagten, er hätte keine natürlichen Feinde.
Durch baltische Gewässer fliegt der Koloss wie ein Rochen.
Seine majestätische Präsenz ist der Stoff für Legenden.
Der einsame Gesang brachte ganz Deutschland zum weinen.
Kinder suchten einen Hinweis an norddeutschen Stränden, in der Hoffnung.
Ein Seemann war sich sicher, seine Fluke bei Helgoland gesehen zu haben.
Er strandete nur ein paar Wochen später an der Küste.
Sein toter Körper blieb eine ganze zeitlang Attraktion für Selbstdarsteller mit Selfie-Sticks.
Endlich wurde sein Körper der Wissenschaft übergeben.
Man hat nie herausgefunden, was genau für ein Tier er war.
Aber die Menschen vermissten ihn, als er weg war.
Wir bauen Schiffe, um Lieder von Wind und Wasser zu hören.
Auf der Suche nach Seeland reise ich, ohne mich zu bewegen.
Wir bauen Häuser, um Nachbarn anzuhäufen.
Auf der Suche nach Gesellschaft befinde ich mich, ohne zu rasten.
Wir bauen Flugzeuge, um Hymnen aus der Ferne zu hören.
Auf der Suche nach Eiland achte ich, ohne hinzusehen.
Endlose Schleifen der Menschheit.

Heute Rekorde
Morgen Phantom
Gestern Polyester
und ein Atom
Abends Gewitter
Mittags Getier
Morgens Gezeter
und warmes Bier
Viele Gedanken
Manche geflohen
Wenig versammelt
und aufgehoben
Heute Regierung
Morgen Genom
Gestern geschieden
und weggeflogen

Ich beziehe mein Zimmer und richte es ein
Wie in einem Kokon warte ich auf alles was kommt
Aber das Haus bricht und die Schale zerspringt in ihren Ursprung
Das poröse Licht fällt herein und lässt Schatten tanzen
Die Kerne schenken mir neue Heimat, in neuen Gärten
Neues Leben, alte bewährte Zimmer
Bis er erneut fällt, wie ein Geschenk der Schwerkraft

Frisch gefallen aus dem einen Ende eines Vakuums.
Die Zinnsoldaten stampfen tapfer empor; zitternd und bar.
Es liegt nicht in Deiner Hand, aber das lag es niemals.
Mädchen mit Kleidchen trifft auf Teufel im Nebel.
Zerbrochene Noten fallen aus einem Spielzeugklavier.
Es liegt nicht in Deiner Hand und das lag es niemals.

Mein Apfelkern vom anderen Stern
Du kamst zu mir, von nah und fern
Ich pflanzte mit Dir einen Baum
der wuchs und wuchs – ich konnte schauen
Bis in den Himmel und zurück
ragt mein großes Vaterglück
Meine Liebe bleibt – länger als ich
auch wenn ich niemals von Dir wich
Ich danke Dir für Dein Geschenk
in dem ich für immer an Dich denk‘
Ich fliege durch die Stadt und durch die Nacht
– auf dem Weg zu Dir –
Ich höre Menschenschritte unter mir…
Tripp, trapp, tripp, trapp, tripp, trapp
Der Wind singt mir ein leises Lied und wiegt mich in den Schlaf, ganz sanft
Ich schmiege mich in jede Kurve, schmeichle jede Häuserwand
Genieße das auf und ab
Da werde ich Heute Nacht aber gut schlafen können!
In deinen Armen finde ich Zuflucht und Trost
Und schlafe sicher ein