blinde fenster
fahler gast
eine öde
keine rast
zwischenlösung
zwischenraum
zwischendurch
zwischentraum
Für Ilse

Dein Tod war angekündigt
Das Leben ging Dir aus
Der Himmel war geöffnet
und nahm Dich mit Applaus
Die Zeit Deines Lebens
ist nun mehr verronnen
Der Regen hat die Tränen
einfach weggeschwommen
Gute Reise,
Gute Wünsche,
Gute Gründe,
Zeit für Ende von Wunden,
Zeit für Übergang,
Zeit für Tropfen und Ozeane
Du oszilierst so schön
Es ging immer nur um Dich.
Du hast es Dir bequem gemacht in meinem Herzen.
Ich habe vergessen mich zu fürchten, aber gewonnen im April.
Es ging immer nur um Deine.
Augen mit Relexionen und Erinnerungen, aus Fürsorge gemacht.
Ich habe gelernt, was Liebe wirklich bedeutet.
Und gewonnen im April.
Die Stimme des Schlüssels

Es ist die Stimme,
es ist das Schloss,
es ist der Schlüssel,
der passen muss.
Es ist ein Flüstern,
es ist ein Klang,
es ist ein Lied,
das leise sang.
Es ist die Murmel,
es ist das Spiel,
es ist Marmelade,
die überfließt.
Es ist das Rote,
es ist das Licht,
es ist das Kupferne,
das zu dir spricht.
Es ist der Tropfen,
es ist der Stein,
es ist ein Kreis,
der sich gefunden.
Es ist der Atem,
es ist die Hand,
es ist das Lachen,
das nie verschwand.
Es ist die Stimme,
es ist das Schloss,
es ist der Schlüssel,
der passen muss.

Sie lacht über alle Deine Witze, wie der erste Mensch.
Ihr Gesicht ist anmutig wie Schnee auf Kirschen.
Die Stimme linde wie ein Gedicht über das Leben selbst.
Sie bringt Dich zum weinen mit einem Fingerzeig.
Ihre Augen, Kaleidoskope mit denen sie Dich durchbohrt.
Mit einem Blick aus Cellophan und Zeit.
Ihre Sonne rotiert da, wo eigentlich nichts existieren dürfte.
Wären Menschen füreinander gemacht, sie wäre meine Abendwind.
Ihre Umarmung das Endergebnis aus Liebe und Frieden.
Im Vorübergehen, ihr Duft, ein tropisches Empfinden.
Für alle Zeiten und danach gilt mein Dank, an die Frau die es nicht geben dürfte.
Wunder & Akzeptanz

Die Gelehrten fragen
und gehen von Haus zu Haus
Stochern im Dunklen –
niemand fand es heraus
Warum leuchten Deine grünbraunen Augen
wie Sterne am Himmelszelt?
Mir reicht schon die Frage
und dass Du meine Tochter bist
Tage wie diese
Ich nutze meine Verzweiflung und meine Wut
als Waffe und Schild gleichzeitig.
Nichts ist verborgen vor mir.
Alles ist geheilt und verwoben in jeder Faser.
Aviation

Es hat sich rumgesprochen
Die Luft hat mich zurück
Zeit für Zebra-Zeppeline
schwarz und weiß und Glück
Es hat sich angedeutet
Es hatte mich im Blick
Nun soll ich wieder landen
und das in einem Stück?
Ich komm schon nicht abhanden
auch wenn ich mir die Daumen drück‘

Der Blitz traf mich und ich war eingeschlafen.
Wer hat dieses Schiff in den Hafen gerufen? Ich werde nie wieder nach Hause kommen.
Reg Dich ab meine Liebe, Dein Körper führt Kreuzzüge wie ein König.
Wie Honig im See schmelze ich zwischen Deinen Schenkeln.
Freiheit ist ein wildes Gedicht, geschrieben von unserer Mutter.
Das hier ist Einheit. Ich bin nicht länger in mir selbst gefangen.
Die Nacht enthüllte sie, als sie aus dem Wald trat.
Haftigkeiten

Du steckst mich in Sinnhaft
Wann lässt Du mich frei?
Bin bereit zu vergeben,
bin bereit zu verzeihen
Du steckst mich in Lachhaft
Warum lass ich das zu?
Du steckst mich in Wahrhaft
Wer glaubst Du zu sein?
Bin bereit zu verhandeln,
bereit mich zu vertun
Der letzte große deutsche Wal

Sie sagten, er hätte keine natürlichen Feinde.
Durch baltische Gewässer fliegt der Koloss wie ein Rochen.
Seine majestätische Präsenz ist der Stoff für Legenden.
Der einsame Gesang brachte ganz Deutschland zum weinen.
Kinder suchten einen Hinweis an norddeutschen Stränden, in der Hoffnung.
Ein Seemann war sich sicher, seine Fluke bei Helgoland gesehen zu haben.
Er strandete nur ein paar Wochen später an der Küste.
Sein toter Körper blieb eine ganze zeitlang Attraktion für Selbstdarsteller mit Selfie-Sticks.
Endlich wurde sein Körper der Wissenschaft übergeben.
Man hat nie herausgefunden, was genau für ein Tier er war.
Aber die Menschen vermissten ihn, als er weg war.
Lieder von Wind und Wasser
Wir bauen Schiffe, um Lieder von Wind und Wasser zu hören.
Auf der Suche nach Seeland reise ich, ohne mich zu bewegen.
Wir bauen Häuser, um Nachbarn anzuhäufen.
Auf der Suche nach Gesellschaft befinde ich mich, ohne zu rasten.
Wir bauen Flugzeuge, um Hymnen aus der Ferne zu hören.
Auf der Suche nach Eiland achte ich, ohne hinzusehen.
Endlose Schleifen der Menschheit.
Heute Rekorde

Heute Rekorde
Morgen Phantom
Gestern Polyester
und ein Atom
Abends Gewitter
Mittags Getier
Morgens Gezeter
und warmes Bier
Viele Gedanken
Manche geflohen
Wenig versammelt
und aufgehoben
Heute Regierung
Morgen Genom
Gestern geschieden
und weggeflogen
Granatapfel

Ich beziehe mein Zimmer und richte es ein
Wie in einem Kokon warte ich auf alles was kommt
Aber das Haus bricht und die Schale zerspringt in ihren Ursprung
Das poröse Licht fällt herein und lässt Schatten tanzen
Die Kerne schenken mir neue Heimat, in neuen Gärten
Neues Leben, alte bewährte Zimmer
Bis er erneut fällt, wie ein Geschenk der Schwerkraft
Eventyr

Frisch gefallen aus dem einen Ende eines Vakuums.
Die Zinnsoldaten stampfen tapfer empor; zitternd und bar.
Es liegt nicht in Deiner Hand, aber das lag es niemals.
Mädchen mit Kleidchen trifft auf Teufel im Nebel.
Zerbrochene Noten fallen aus einem Spielzeugklavier.
Es liegt nicht in Deiner Hand und das lag es niemals.
Mein Apfelkern (für Matilda)

Mein Apfelkern vom anderen Stern
Du kamst zu mir, von nah und fern
Ich pflanzte mit Dir einen Baum
der wuchs und wuchs – ich konnte schauen
Bis in den Himmel und zurück
ragt mein großes Vaterglück
Meine Liebe bleibt – länger als ich
auch wenn ich niemals von Dir wich
Ich danke Dir für Dein Geschenk
in dem ich für immer an Dich denk‘
Stadtflug
Ich fliege durch die Stadt und durch die Nacht
– auf dem Weg zu Dir –
Ich höre Menschenschritte unter mir…
Tripp, trapp, tripp, trapp, tripp, trapp
Der Wind singt mir ein leises Lied und wiegt mich in den Schlaf, ganz sanft
Ich schmiege mich in jede Kurve, schmeichle jede Häuserwand
Genieße das auf und ab
Da werde ich Heute Nacht aber gut schlafen können!
In deinen Armen finde ich Zuflucht und Trost
Und schlafe sicher ein
Das bisschen Sterne

Du verzweifelst am Morgen und erkennst Deine Grenzen.
Das Zwielicht, es scheint nur für Dich – nicht für andere.
Du hast das Recht nicht zu funktionieren, wie einen im Tee.
Sie sagen, hierzubleiben heißt Stillstand, aber Dein Herz ist kein Vagabund, mein Lieber!
Du bist ein Felsen ohne Brandung, eine Melodie ohne Ton.
Verurteilt von Geburt an, aber das wusstest Du schon.
Du hast gelernt allen zuzuhören, außer Dir selber und erwartest plötzlich eine Antwort?
Nichts erscheint Dir ferner als Dein Bild im Spiegel.
Du brichst alle Regeln der Vernunft und sieben Siegel.
Doch, sollen sie toben, es wird nicht gelingen.
Es ist keine Zeit um Hymnen zu singen.
Es is keine Zeit um Wahnsinn zu nähren.
Es ist nur noch Zeit Deinen Verstand zu erklären.
Du stehst am Anfang der Gezeiten, um Frieden zu finden.
Und Du hoffst darauf, Stimmen werden der Stille entschwinden.
Keiner hat behauptet Du wärest bereit für Evolution, Baby.
Aggregat

Verwandle meinen Aggregat
in Deinem Unterwasserstaat
Fließe wie mein ABC
wenn ich in Dir untergeh
Empfange meinen Körper
er sinkt hinab wie Wörter
Nixen singen wie Sirenen
Wasser schmeckt nach Salz der Tränen
Erlösung winkt und ruft hinab
wenn Du Dir meine Seele schnappst
Frau mit Leier
In meinem Karussell fahre ich durch St.Jürgens Ebenen
Jenseits von Stille, jenseits von allem
Trunken von Licht und Leidenschaft
Außer meiner Liebe kann ich Dir nichts anbieten
bitte lass mich an Deiner Seite
bei Dir verweilt es sich so schön
In Deinen Augen spiegeln sich die Lebensgeschichten der Menschen, den Du begegnet bist
Aus Deinen Liedern fallen Äpfel direkt auf meinen Kopf und schwirren mir die Sinne
Ich hoffe Du hast Dich mehr als nur verlaufen
Konfetti, Kanone, Schlag und Oberst
Schicke mir einen Kranich
um Dich wieder zu erkennen
Wenn wir verloren gehen
auf dem Weg nach Hause